September 2019

20. September 2019 // Fotoauftrag der besonderen Art auf 3.152 Höhenmeter in den Dolomiten

Sicherlich war diese Bergtour mit eines der Highlights im Auftragsbuch 2019! Lange hatte ich daraufhin gefiebert, nun Mitte September konnte ich den Job auf genau 3.152 m über dem Meeresspiegel realisieren. So oft war ich persönlich noch nicht in dieser Höhe unterwegs.

Die Alpenschutzhütte Capanna Fiz Fassa auf dem Gipfel Piz Boè in den Dolomiten (Sella Gruppe) wurde Ende 2018 mit einem neuen Fassadenanstrich versehen und ich war beauftragt, diesen neuen Anstrich emotional in Szene zu setzen.

Mir war von Anfang an klar, dass ich dies nur mit einer Hüttenübernachtung umsetzen wollte, denn die Lichtbedingungen während Sonnenauf- und Untergang waren für mich ein Pflichtprogramm.

Meine Kraxe zu packen, erforderte etwas Überlegung auch bei der Wahl der Technik, bei welcher ich mich nicht wie sonst einschränken musste. Letztendlich kam nur das kleine Carbon Stativ samt DSLR mit zwei kurzbrennweitigen Objektiven zum Tragen.

Für die Doku Fotos nebenbei die kompakte Spiegelose um den Hals geschwungen. That´s all!

Die erste Blick von der Bergstation der Seilbahn war bereits Bombe und nach dem Mittagessen (lecker Polenta mit Gulasch und Pilzen) ging das Abenteuer los. Ich hatte wie immer Glück, das die Wetterbedingungen auf meiner Seite waren - tolle Wolkenformationen begleiteten mich auf dem Weg zur Hütte. Viel Begängnis zum Piz Boè war nicht mehr und so konnte ich fast alleine diese große aber karge Alpenkulisse genießen. Einfach herrlich und fast irrational.

Die Hüttenverpflegung am Abend war spitzenmäßig, selbst im Tal gibt es nicht immer so leckeres Essen. Danach ging es an die Dämmerungsaufnahmen. Durch meine Übung mit Sternenbildfotografie konnte ich etwas an Himmelskörpern einfangen, leider hinderte mich der fast runde Vollmond meine neuerlich angeeigneten Milchstraßen-Skills auszuprobieren.

Dieser Umstand (die Nacht war frostig kalt) brachte mich am nächsten Morgen beim Abstieg etwas in Bedrängnis, da der Schnee sich in Eis verwandelte.

Guido, der Hüttenwart, lieh mir bis zur Materialhütte am Fuß des Piz Boè ein paar Wanderstöcke, was wirklich notwendig war! Vielen Dank dafür!

Der Abstieg bei Kaiserwetter war eine kleine Schlittertour, aber ich schaffte es unbeschadet wieder zur Seilbahn Sass Pordoi. Ein älteres Ehepaar traf ich noch vom Vortag, ich weiß nicht wie ich mit 79 Jahren noch solche Touren gehen kann oder will - Respekt dafür.

Der Bergblick in der Sella Region ist atemberaubend und echt ein Erlebnis. Die Tour ist der leichteste Dreitausender der Dolomiten und sicher auch für den ein oder anderen ein Wandertipp von mir.

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