2020

20. September 2020 // Auf den Spuren meiner Urahnen - Unterwegs auf der Rahm-Hanke in der Sächsischen Schweiz

Diese Kraxeltour hat für mich besonderen Charakter, denn neben der körperlichen Ertüchtigung gibt es hier noch den Punkt einen Weg zu bestreiten, welchen meine Urahnen um 1895 wiederentdeckten. Die Rahm-Hanke (auch Rahmhanke genannt) ist ein schmales, ungesichertes und ebenes Felsband das auf zirka halber Höhe von etwa 100 m zwischen Elbe und Bastei in Rathen/Sächsische Schweiz verläuft, und nach den beiden Wiederentdeckern Max Rahm und Herrn Hanke benannt ist.

Aber der Reihe nach:

Bereits im Mittelalter als es die Felsenburg Neu-, und Altrathen noch gab (heutige Reste zeigen noch den Ursprung und die Lage) war dieser ausgesetzte Weg bereits mit in die Verteidigungslinie integriert. Zurück in der Neuzeit entdeckten die beiden Hobbybergsteiger, die sich als Kellner in der Berggaststätte Bastei kennenlernten, diesen Pfad neu. Max Rahm war der Eine und er war nach Recherche meines Stammbaumes der Cousin meines Urgroßvaters Julius Otto Rahm, der einst Mühlenbesitzer in Thürmsdorf war! (siehe auch die antike Fotografie am Ende der Fotogalerie)

Leider gibt es keine weiteren Informationen über den zweiten Mitstreiter, Herrn Hanke.

Max Rahm soll noch das Kriegsende in Dresden erlebt haben. Dann verliert sich seine Spur. Vielleicht ist er in eines der ihm bekannten Dörfer der Sächsischen Schweiz gezogen. Er soll angeblich am 31. Juli 1952 in Radebeul verstorben sein.

Die Inschrift (Rahm-Hanke) welche die beiden 1895 dort auf einem Felsstück hinterließen, machte dieses Felsband später bekannt.

Folgende Zitate von Hartmut Goldhahn aus Neustadt (www.hm-noroc.de):

Otto Schreck, der Ehemann von Max Rahms Tochter Lina Helene und Rektor einer Hilfsschule in Köthen, verbrachte 1936 mit seiner Frau einen zehntägigen Urlaub in der Sächsischen Schweiz, worüber er auch Tagebuch führte. Aus Bad Schandau sandte Lina Schreck an ihre Nichte in Köthen eine Postkarte mit der Ansicht der Rahm- Hanke. Sie schrieb: "Wo auf dem Bilde der Mann steht, war als erster Dein Opa Rahm und deshalb heißt der Rand so. Und ganz unten wo die Elbe fließt liegt Rathen und da bin ich geboren. "

Doch seit wann gibt es nun eigentlich die Rahm-Hanke? Hier hilft wieder das Tagebuch von Otto Schreck weiter. Unter dem 12. August 1936 schrieb er: "Rahmhanke sahen wir vom Schiff aus. Papa Rahm hat dort seinen Namen 1895 eingeschrieben. Er ist vom Schiff aus zu sehen an einer Stelle über dem dunklen Rand."

Es war abenteuerlich, der Kick war allerdings die Geschichte aus dem Stammbaum dazu! Wenn ich bedenke, dass meine Ahnen einmal vor über 100 Jahren diesen Weg wiederentdeckten, dann ist man irgendwie stolz ein Teil dieser Geschichte zu sein.

Danke auch an Sven Lehmann für die Dokumentationsfotos meiner Wenigkeit. War ein geiler Trip! :D

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31. August 2020 // Neuer Farbanstrich Seilbahnstütze Zugspitzbahn Ehrwald Österreich Teil II

Jetzt kommen wir zum zweiten Teil der Saga: Zugspitzspitzbahn Ehrwald Neuanstrich Stützpfeiler. Ganz genau, das war die abenteuerliche Sache während der Malerarbeiten voriges Jahr. Diesmal allerdings ganz safe nur aus der Gondel bzw. vom Gipfelplateau aus.

Zum Glück erwischte ich einen einigermaßen klaren und windstillen Tag mit wenig Nebel, wobei man in knapp 3.000m auf der Zugspitze nie genau weiß, was einem erwarten kann. Neben dem einen Stützträger, welcher leider nur von oben sichtbar war, machte ich noch ein paar schönen Ausblicken des Gipfelplateaus von beiden Grenzteilen. Das Gipfelkreuz ist immer gut besucht, ich wäre auch gern hinaufgeklettert, allerdings war ich ausrüstungstechnisch nicht dafür vorbereitet.

Für Interessierte ein paar technische Facts der Seilbahn:

Doppeltragseilsystem: 87.000kg, 62mm Durchmesser, Länge: 3.600mm

Bergstation: 2.950m, Höhenunterschied: 1.725m

höchste Stütze: 55m, höchster Bodenabstand: 160m

Antriebsleistung Gondel: 2x500KW, Fahrzeit 10 Minuten!!!, V max.: 36km/h, Gondelgröße: 100 Personen

Eine beachtliche Leistung wenn man sich die Leistungsdaten zu Gemüte führt.

Hier der Link zum Blogeintrag vom vorigen Jahr.

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29. Juli 2020 // Hoch in die Luft - Architekturfotografie mit der Drohne

Ein Hersteller von Dachziegeln beauftragte mich für zwei seiner Objekte mit Aufnahmen aus der Luft. Die Option Hochstativ war und ist keine flexible Sache aus meiner Sicht, zumindest wenn man keinen Transporter hat. Also musste die Geschichte mit einer Drohne realisiert werden.

Ich wollte dies schon immer mal machen, die Lockdown Zeit hätte sich sicherlich angeboten - hätte! Wieder einmal musste ich zu meinem Glück gezwungen werden.

Da mir die Erfahrung fehlte, machte ich einen kleinen und kurzen Crash Kurs vorab. Gott sei Dank waren nur Standbilder gewünscht. :D Die Theorie zum Drohnenflug verdanke ich Arthur Konze vom Kopterforum. An dieser Stelle nochmal meinen herzlichen Dank für die vielen informativen Tutorials!

Gesagt getan! Also ging es an dem Shootingtag in die Lüfte. Ganz so locker lief der Einstieg nicht, denn das erste Objekt musste vom Nachbargrundstück angeflogen werden. In einem Wohngebiet herrschen strenge Regeln bzgl. unbemannter Flugobjekte.

Übers Dach vom Nachbarhaus konnten die ersten Perspektiven gut eingefangen werden. Die anderen zwei Takes wurden dann rechts und links vom eigentlichen Objekt umgesetzt.

Am Nachmittag konnte ich die Westseite gut vom Garten aus fliegen, knapp über die Hecke mit der Drohne und der Job war im Kasten.

Geflogen bin ich mit einer DJI Mavic 2 Pro Drohne des chinesischen Martktführers, welche mich von der Bildqualität absolut überzeugt hat. Gemessen am Gewicht und der kompakten Bauweise liefert der 1 Zoll Sensor auf 20 Megapixel keine Überraschungen, aber sehr gute Fotoaufaufnahmen.

Ich habe Blut geleckt an der Drohnenfotografie - ganz klar! Neue Projekte sind bereits in Planung, der Herbst ist im Anmarsch - es kann losgehen.

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02. Juli 2020 // Porträts für Stiftung Warentest - Finanztest Ausgabe Juni 2020

Die aktuelle Juni Ausgabe der Zeitschrift Stiftung Warentest - Finanztest behandelt als Titelthema die Situation der Altersteilszeit, bzw. einer vorgezogenen Rente vor dem Alter von 63 Jahren.

Passend dazu habe ich in Königsbrunn Herrn Werhand, einen Ingenieur porträtiert, welcher a) selber Finanztest Leser ist, und b) diesem Thema zuzuschreiben ist.

Die Wahl der Location war mir freigestellt. Aufgrund der Nähe des Wohnsitzes von Herrn Werhand fiel die Wahl auf das Naherholungsgebiet am Ilsesee. Das Shooting fand im Anfangsstadium des Lockdowns der Corona Pandemie statt, sodass Sicherheit geboten war. Eine längere Brennweite halfen, den Mindestabstand gut einzuhalten. Zu lang sollte die Brennweite erfahrungsgemäß allerdings nicht sein, denn bei Kopf-Fuß-Porträts ist der Verständigungsabstand schon limitiert.

Eine gute Stunde hielt das Shooting an, dann waren diverse Posen und Perspektiven im Kasten.

Nach dem Erscheinen des Magazins bat ich Herrn Werhand, sich nochmals mit mir zu treffen. Ich wollte ihn gern mit Magazin in der Hand zusammen ablichten. Sozusagen Bild im Bild. Dies Bitte erfüllte er mir gern- nochmals Danke dafür!

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16. Juni 2020 // Colore 21 Magazin April 2020 - Universitätsbibliothek Innsbruck

Im aktuellen Farb-, und Architekturmagazin colore 21 sind Fotografien der Universitätsbibliothek Innsbruck veröffentlicht wurden.

Ich freue mich sehr über den Dreiseiten-Artikel mit meinen Fotografien dieses Objektes. Auch das schöne Layout und die Bildauswahl an sich machen Freude.

Ich hatte, wie die Artikelüberschrift auch, "Lust auf Lesen", da mich die Hintergrundinformationen sehr interessierten. Denn auch im Nachhinein kann man stolz sein, dass sich Text und Bild passend zueinander getroffen zu haben. :D

Für allen Interessierten hier nochmal der Link zu dem Blogeintrag vom vorigen Jahr.

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06. Mai 2020 // ESO Supernova Garching - Flyer Besucherinformationen

Ich freue mich, dass einige meiner Fotografien auf den Besucherinformationsflyern der Sternwarte ESO Supernova in Garching gedruckt wurden. Insgesamt befinden sich vier Motive in diesem Flyer - eines zeigt sogar auf dem Titelbild eine Außenaufnahme des Planetariums.

Für alle, welche die anderen Fotografien nicht kennen, hier ein kleiner Reminder. :-)

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13. April 2020 // Der Platz in der Mitte - Haus der Begegnung, Hurlach

Aufgrund der derzeitigen Corona Pandemie ist auch bei mir das Auftragsbuch übersichtlicher geworden. Aus diesem Anlass möchte ich gern aus meinem Archiv des vorigen Jahres ein schönes Projekt präsentieren.

Ich bekam von einem ansässigen Architekten aus Landsberg am Lech den Auftrag mehrere seiner Projekte in Szene zu setzen. Eines davon ist die Begegnungsstätte in Hurlach.

Schon die ersten Previews waren vielversprechend - eine Begegnungsstätte für eine kleine Dorfgemeinde. Bibliothek, Museum, Veranstaltungsraum mit Küche und Probensaal für den Musikverein finden unter diesem Dach Platz.

Apropos Platz: Der schmale langgezogene Bau gliedert sich modern in die Ortschaft ein, nebenan finden sich gleich Bäckerei, Gaststätte, Kindergarten und der Dorfladen. Die großen Fassadenfenster richten sich in Richtung des gegenüberliegenden Rathauses. Mehr Nähe geht fast nicht. Dieses Mehrzweckhaus bietet den Bewohnern eine soziale Komponente und zentralisiert bzw. verbindet verschiedene Interessen gleichzeitig.

Diese Komponente wollte ich natürlich auch bildlich festhalten. Durch die enge Bebauung musste wie so oft, mein Ultraweitwinkel herhalten, damit Rathaus, Bäckerei und das Haus der Begegnung gleichzeitig aufs Bild fanden.

Besonders die Beleuchtung des Treppenaufganges ist mir in Erinnerung geblieben. Hier hat der Architekt Kreativität bewiesen. Die Becken eines Schlagzeugsets wurden als Lichtreflektor umfunkioniert. Ich finde dieses Stilmittel nicht nur optisch interessant, sondern auch richtungsweisend spannend, da die Leuchten den Weg des Besuchers nach oben in den Musikersaal führen. Bei diesem Aufgang konnte ich mich fotografisch austoben.

Hier finden Sie den Link zum Architekturbüro mit weiterführenden Infos.

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04. März 2020 // Kirche "Unserer lieben Frau im Ostrachtal", Bad Oberdorf

Das beschauliche Dörfchen im Allgäu - Bad Oberdorf ist mir durch diverse private Unternehmungen bestens bekannt. Die Ortskirche "Unserer lieben Frau im Ostrachtal" ist da natürlich auch nicht ungesehen geblieben.

Ich wollte sie zur Winterzeit bei schneedeckten Gipfeln und Tälern in Szene setzen und wusste auch das die Außenbeleuchtung per Zeitschaltuhr zur Dämmerung in Gang gesetzt wird. Lange Zeit musste ich auf einen günstigen Zeitpunkt warten, welcher dann sehr gut aber nicht 100% wie geplant war. 2020 ist kein Schneejahr in unseren Breitengraden, leider. Schnee war schon vorhanden, ich wollte eigentlich auch dass das Spitzdach der Kirche fett in Weiß eingepackt ist. Dies hätte einen guten Kontrast mit dem blauen Himmel gehabt.

Anyway, mein Ziel habe ich erreicht und gleichzeitig noch ein paar kleine Dorfgeschichten in Bilder gepackt. Nachdem alles im Kasten war, kehrte ich nun in den Wiesengrund in Bad Hindelang ein - immer wieder einen Besuch wert!

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18. Februar 2020 // Mit dem Makroobjektiv A. Schacht Ulm M-Travenar 1:2,8 50mm R den Krokussen auf die Pelle gerückt

Seit längerer Zeit suchte ich als Altglassammler noch ein besonderes Makroobjektiv, welches sich nun seit kurzem in meiner Sammlung befindet. Es handelt sich um das A. Schacht Ulm M-Travenar 1:2,8 50mm R. (ab 1966). Dieses von Ludwig Bertele konzipierte und von Albert Schacht in Ulm gebaute Makroobjektiv in Tessarbauweise eignet sich hervoragend für die kleinen Dinge, welche Groß abgebildet werden sollen.

Der Objektivkopf ist abnehmbar und lässt sich dadurch bequemerweise sehr gut an einem Balgengerät verwenden. Der maximale Abbildungsmaßstab lässt sich bis auf 1:1 realisieren.

Ich machte mich der Jahreszeit passend auf die Socken, um die ersten Frühlingsboten abzulichten und probierte verschiedene Abildungsmaßstäbe mit dem Makroobjektiv.

Eigentlich mag ich die 50mm Brennweite ungern für Makroaufnahmen, da die Gegenstandsweite sehr kurz ist und man dadurch sehr nahe dem Objekt auf die Pelle rückt. Aber die natürliche Perspektive bleibt erhalten und ich hatte "nur" unbewegte Modelle als Motiv. Dann klappt das schon :D.

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07. Februar 2020 // Titelbild für das Arberland REGio Journal 2020

Durch den Arberseehaus Job letztes Jahr im Bayerischen Wald (siehe Blogeintrag vom 27.11.2019) kam darauffolgend eine Anfrage der Tourismusverwaltung Arberland Regio für die Nutzung eines Motives aus der Serie als Titelbild für die bald erscheinende neue Ausgabe.

Diese Anfrage hat mich sehr gefreut und bestätigt damit die gelungenen Motive aus der Bayerischen Wald Region Arber.

Vor wenigen Tagen erhielt ich zwei druckfrische Ausgaben des Journals und kann auch unabhängig vom Titelbild die interessanten Beiträge nur loben.

Persönlich bin ich eher selten im Bayerischen Wald unterwegs, das soll ich aber in Zukunft ändern!

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